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Die notarielle Beurkundung

Altes Ehepaar unterschreibt den Teilverkaufsvertrag und lässt ihn notariell beurkunden.

Wechselt eine Immobilie durch Verkauf den Eigentümer, ist die Beurkundung des Kaufvertrags durch einen Notar vorgeschrieben. Der Verkauf eines Hauses oder einer Wohnung kommt grundsätzlich also nicht ohne Termin beim Notar aus. Meist kümmert sich der Käufer um die Auswahl des Notars, da dieser den Notar auch bezahlt. Gesetzlich vorgeschrieben ist das jedoch nicht, als Käufer kann man sich beispielsweise auch einen Notar vom Verkäufer empfehlen lassen.

Fordern Sie ganz unkompliziert und unverbindlich Ihr persönliches Teilverkaufs-Angebot an. Wir beraten und führen Sie gerne durch den ganzen Teilverkaufs-Prozess.

Lisa von der Deutschen Teilkauf nimmt Informationen für den Immobilien-Teilverkauf mit Nießbrauchrecht auf.

Die Rolle des Notars

Der Notar wirkt bei einem Immobilienverkauf als neutrale Partei zwischen Verkäufer und Käufer. Er berät also beide Seiten gleichermaßen und ist weder zum Vorteil des einen noch des anderen da, sondern sorgt dafür, dass der Verkäufer rasch und problemlos sein Geld bekommt und dem Käufer die Immobilie übertragen wird.

Häufig gibt es vor der eigentlichen Beurkundung ein Vorgespräch beim Notar, an dem Käufer und Verkäufer teilnehmen. Den Kaufvertragsentwurf schickt der Notar dann noch vor dem Beurkundungstermin beiden Parteien zu. Während des Termins zur notariellen Beurkundung des Kaufvertrags liest der Notar den Kaufvertrag im Beisein des Käufers und des Verkäufers laut vor. Wenn eine der beiden Parteien rechtliche Fragen hat, kann sie sie dem Notar stellen. Im Anschluss unterschreiben Käufer und Verkäufer den Kaufvertrag.

Welche Aufgaben der Notar übernimmt

Neben der rechtlichen Beratung von Käufer und Verkäufer sowie der Beurkundung des Kaufvertrags kümmert sich der Notar auch um die notwendigen Änderungen im Grundbuch. Bei einem Immobilienverkauf beantragt der Notar die Änderung der Eigentumsverhältnisse. Dabei wird zuerst eine Auflassungsvormerkung eingetragen, damit der Verkäufer die Immobilie nicht doppelt verkaufen kann, während die endgültige Grundbuchänderung noch nicht abgeschlossen ist. Für den Käufer lässt der Notar außerdem – sofern der Käufer die Immobilie mit einem Kredit finanziert – die Grundschuld im Grundbuch eintragen.

Wenn beim Verkauf der Immobilie ein Nießbrauchrecht vereinbart wird, wird dieses ebenfalls notariell beurkundet und der Notar beantragt die Eintragung des Nießbrauchs im Grundbuch. Zu einem solchen Fall kommt es bei einem Immobilien-Teilverkauf, bei dem der Verkäufer einen Teil seiner Immobilie verkauft und zugleich ein lebenslanges Nießbrauchrecht für die gesamte Immobilie eingeräumt bekommt, um diese weiterhin nutzen zu können.

Die Kosten für einen Notar

Die Kosten des Notars bei einem Immobilienverkauf bemessen sich am Kaufpreis und werden in aller Regel vom Käufer getragen. Für die Notarkosten und die Grundbuchkosten muss insgesamt mit 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises gerechnet werden.

Bei einem Immobilienverkauf kommen in der Regel Notarkosten für die Beurkundung des Kaufvertrags sowie für Betreuungs- und Vollzugstätigkeiten zusammen, hinzu kommen gegebenenfalls Kosten für die Bestellung der Grundschuld sowie zugehörige Betreuungstätigkeiten. Die Notarkosten sind in einer Gebührentabelle (Spalte B) im Gerichts- und Notarkostengesetz festgelegt. An diese Werte hat sich der Notar zu halten, er kann je nach Tätigkeit aber ein Vielfaches der in der Tabelle aufgeführten Gebühren verlangen.

  • Für die Beurkundung des Kaufvertrags wird die zweifache Gebühr berechnet; bei einem Haus im Wert von 500.000 Euro wären das also beispielsweise 1.870 Euro
  • Für Betreuungs- und Vollzugstätigkeiten wird jeweils die halbe Gebühr (in diesem Fall also 467,50 Euro) berechnet
  • Für die Bestellung einer Grundschuld wird die einfache Gebühr berechnet – diese berechnet sich aber nicht auf Grundlage der Höhe des Kaufpreises, sondern der Grundschuld
  • Hinzu kommen noch die Mehrwertsteuer sowie eine kleine Pauschale für Schreib- und sonstige Auslagen

Abgesehen von den Notarkosten entstehen auch Kosten beim Grundbuchamt , die sich ebenfalls nach der Gebührentabelle im Gerichts- und Notarkostengesetz richten. Für die Änderung der Eigentumsverhältnisse sowie für die Eintragung der Grundschuld im Grundbuch wird jeweils die einfache Gebühr verlangt. Für das Eintragen einer Auflassungsvormerkung wird die halbe Gebühr berechnet.

Sonderfall Nießbrauch: Auch für die Beurkundung eines Nießbrauchrechts fallen Notar- und Grundbuchkosten an. Dafür berechnen der Notar und das Grundbuchamt jeweils die einfache Gebühr auf Grundlage der Höhe des Nießbrauchwerts. Wie Sie den Nießbrauchwert berechnen können erfahren Sie hier.

Deutsche Teilkauf
Deutsche Teilkauf
Dec. 2020